VLab - Business

Neue Impulse für deutsch-vietnamesischen Kulturtransfer

Aktuelle Beiträge

  • VLab in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg- Stiftung arbeitet an der Umsetzung einer Publikation zu Lebensrealitäten der jungen Generationen der deutsch-vietnamesischen Diasporen (1½, 2. und 3. Generation). Wir suchen nach Autor*innen bzw. Illustrator*innen, die zu diesem Sammelband beitragen.
  • To one who comes from a diasporic family with ties to China, Vietnam and Thailand, this was a familiar scene. My childhood memories consist of seeing the kitchen bench being overtaken by ingredients, everyone sprawling across the dining table and into the lounge with our allocated stations, each of us in charge of a task to bring the meal together.
  • I like to think of my relationship to Vietnamese food as an indicator of my relationship to my heritage and my parents. Sometimes, it’s delightful, sometimes it’s bad, most of the time, it’s complicated and ambivalent and that is ok...

Events

Okt
30

Online Book Launch: Ist Zuhause da, wo die Sternfrüchte süß sind? Viet-Deutsche Lebensrealitäten im Wandel.

VLab Berlin hat die große Freude Euch auf unsere neueste Publikation in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung aufmerksam zu machen. „Ist Zuhause da, wo die Sternfrüchte süß sind? Viet-deutsche Lebensrealitäten im Wandel“ ist ein Sammelband über die 1 ½., 2. und 3. Generation Viet-Deutscher.

Die Kinder der ehemaligen vietnamesischen Vertragsarbeiter*innen und Lehrlinge in der DDR, der „Bootsflüchtlinge“ in Westdeutschland, der Studierenden auf beiden Seiten sind erwachsen geworden. Sie sind Unternehmer*innen, Künstler*innen, Journalist*innen, Gründer*innen, Ärzt*innen, Fachkräfte uvm. Hinter dem Klischeebild des Bildungswunders und der Vorzeigemigrant*innen stecken vielschichtige Narrative, die gehört werden wollen. Geschichten über die Suche nach Identität, über Zugehörigkeit und Ausgrenzung, Familie und Gesellschaft, über das Geschenk und die Zerrissenheit mit zwei Kulturen aufzuwachsen.

Dieser Sammelband ist eine Zusammenstellung aus wissenschaftlichen Beiträgen, persönlichen Essays und Fotografien über die Lebensrealitäten junger Viet-Deutscher. Er richtet sich an alle, die offen für neue Perspektiven sind und bereit, den unterrepräsentierten Stimmen unserer Gesellschaft zuzuhören.

Am 30.10. um 10.00 Uhr (MEZ) (16.00 Uhr Hanoier Zeit) möchten wir Euch zum Online Launch der Publikation einladen. Der Launch wird Gelegenheit sein, Auszüge aus der Publikation zu hören und mit den Autor*innen ins Gespräch zu kommen, außerdem wird es ein musikalisches Begleitprogramm geben. Der Launch findet via Zoom statt und wir bitten um vorherige Anmeldung über den folgenden Link:

https://zoom.us/webinar/register/5216026055660/WN_hZETD7_WQbyc8Q-5iqNXfw

WICHTIG: Die Registrierung ist für ALLE erforderlich!
Die Publikation ist beim regiospectra Verlag erhältlich. Mit besten Grüßen VLab Berlin Team

 
 

Unsere nächsten Autoren Ngà T. Mai und Gabriel Scheidecker analysieren neue Migrationsbewegungen aus Vietnam nach Europa und diskutieren deren Motivationen und Umstände.👀

„Entgegen einer in Deutschland verbreiteten Vorstellung, die neuen Vietnames*innen seien vorwiegend einer von Armut geprägten ländlichen Existenz entflohen, kommen die meisten Familien, die wir kennen gelernt haben, tatsächlich aus einem urbanen Kontext und lassen sich der neuen vietnamesischen Mittelschicht zurechnen. Immerhin müssen migrationsbereite Familien in der Lage sein, die beträchtlichen Anfangskosten der Migration zu stemmen" (Ngà T. Mai & Schneidecker 2020).

Ngà T. Mai ist Doktorandin an der Universität Amsterdam, Niederlande, und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen. Ihr Forschungsprojekt untersucht, wie sich Beziehungen und Selbstverständnisse vietnamesischer Migrant*innen in Deutschland durch Prozesse der Legalisierung verändern.

Gabriel Scheidecker ist Sozial- und Kulturanthropologe und arbeitet als Postdoktorand im Sonderforschungsbereich Affective Socities der Freien Universität. Er forscht zu Kindheit und Emotionen im vietnamesischen Berlin und in Madagaskar.


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Speaking of culture. May we introduce our next launch guest @mtra to you ? 🙌 A hint of sweet with a dash of spice, spell-bounding smooth selector Maggie Tra uses the world as her playground. The Australian-Cambodian's DJ sets bring finesse and flair to the dance-floor by embracing the culture of the land she's in with wholeness and conviction. Whether she’s spinning Hip Hop, Soul and R&B tunes to Disco.
https://www.mixcloud.com/maggietra/

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Dürfen wir euch den nächsten Panelisten bei unserem Book Launch vorstellen? Trung Do ist Gründer der morEnergy GmbH. Bei morEnergy kümmert er sich um die strategische Ausrichtung, Innovation und den Vertrieb. Seine Expertise erstreckt sich von der Versorgung und Transport von Strom, über Energiewirtschaft bis hin zur optimalen Netzintegration erneuerbarer Energiequellen. Trung Do verfügt tiefes Wissen über Stromnetze und kann auf 13 Jahre Lehrtätigkeit als Dozent und Professor an der Technischen Universität und Helmut-Schmidt-Universität zurückblicken.👋🏻

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Die Fotografin Fungi Phương Trần Minh porträtiert mit ihrer Bildstrecke „Wir, heute und hier“ die Vielfalt und Emotionen der Viet-Deutschen und ihren Communities. Das Cover unseres Sammelbandes ist übrigens ein Auszug aus @fungifung 14-teiliger Bildstrecke, welche als Beitrag eigens für den Band entstanden ist. Wir sind begeistert von den Farben, der Lebendigkeit und die Ausdrucksstärke ihrer Bilder.👀

Phương Trần Minh
Geboren in Hanoi
Fotografin, Künstlerin

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Max Müllers Beitrag ist ein Versuch das eigene Weiß-Sein sowohl in der Forschung als auch in der Freundschaft mit Viet-Deutschen zu hinterfragen. Er erzählt vom Zuhören und der Auseinandersetzung mit den eigenen Privilegien.🙇🏻‍♂️🙇🏻‍♀️

„Statt den Blick nur auf sie und ihr Aufwachsen in Deutschland zu richten – oder, als anderes extrem, nur auf meine eigenen Gefühle zu schauen –, wollte ich kritisch auf das Wir schauen. Was bedeutet es etwa für meine Freund_innen, dass ich als Mitglied der Weißen Mehrheitsgesellschaft in Deutschland über ihre Familiengeschichten schreibe und forsche? Wie gehe ich mit meinen eigenen Bedenken um, dass ich auf Grundlage ihrer Biografien eine akademische Karriere aufbauen darf? Hat der Forschungsaustausch uns schlussendlich näher zusammengebracht oder rassistische Strukturen reproduziert?" (Müller, 2020).

Kurz nach der Wende wurde Max in Berlin-Friedrichshain geboren und ist dort seit seiner frühesten Kindheit in Kontakt mit deutsch-vietnamesischer Lebenswirklichkeit gekommen. Während seines Studiums der Sozial- und Kulturanthropologie in Göttingen und Hanoi verdichtete er diese Erfahrungen. In dieser Zeit forschte er zum transnationalen Aufwachsen junger Deutscher mit vietnamesischen Eltern sowie ihren Gefühlen der Heimat und Identität. Seit Oktober 2019 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich Affective Societies der @fu_berlin und forscht dort zum Leben im vietnamesischen Berlin.

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Unser nächster Autor Nguyen Minh Hoang skizziert in seinem Essay die mediale Berichterstattung zum sogenannten „Bildungs- und Integrationserfolg“ der Viet-Deutschen und prüft, in wieweit diese Wirklichkeiten widerspiegelt. 👀

„Auch wenn von về Việt Nam (nach Vietnam zurückkehren) die Rede ist, empfinden es nicht alle als ‚Zuhause' " (Hoang, 2020).

Nguyen Minh Hoang ist im ländlichen Friesland in Niedersachsen aufgewachsen, seine Eltern kommen aus Nordvietnam. Er studierte in Bayreuth, Moskau und Hamburg Interkulturelle Germanistik, Russisch, Deutsch als Zweitsprache und Erziehungswissenschaften. In seiner Arbeit als rassismuskritischer Trainer und Pädagoge ist er stark geprägt von der Methodik des erfahrungsbasierten Lernens bei AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. sowie vom Verständnis politischer Bildung von Loic Donisa und Nissar Gardi. An der Universität Hamburg beschäftigte er sich zuletzt akademisch mit der Wahrnehmung von Mehrsprachigkeit in pädagogischen Kontexten. Derzeit arbeitet Minh als "Teach First"-Fellow an einer Schule in Berlin.

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Was macht die Viet-Diaspora in anderen EU Staaten? 🧐 Barbora Novaková und Marta Lopatková von der Karls-Universität Prag bieten einen Einblick in die Lebensrealitäten von jungen Tschecho-Vietnames*innen, deren Migrationsgeschichte sowie deren Weg zur Selbstermächtigung.

„Vietnames*innen sind in der tschechischen Gesellschaft auch stark von Rassismus betroffen. Sie wurden als Händler von gefälschten Waren und später in den 2000ern als Drogenhändler stereotypisiert. Die Anzahl der Vietnames*innen in Tschechien wuchs von 9633 im Jahr 1994 zu 61.910 in 2019 (Tschechisches Amt für Statistik). Heutzutage ist die vietnamesische Diaspora in Tschechien intern gespalten, abhängig vom Ankunftsjahr, Alter, sozio-ökonomischen Status und Länge des Aufenthalts" (Novaková & Lopatková, 2020).

Barbora Nováková ist studierte Vietnamistin. Sie unterrichtet am Institut für Asienwissenschaften an der Karls-Universität (Prag). Neben ihrer Forschung zur pre-kolonialen Geschichte Vietnams sowie Religion und Glauben, forscht sie zur Geschichte und Unternehmertum der vietnamesischen Diaspora in Tschechien.

Marta Lopatková arbeitet als Assistentin im Seminar für Vietnamistik an der Karls-Universität (Prag). Ihre Arbeit fokussiert sich auf die Kolonialgeschichte Vietnams. Neben ihrer historischen Forschung untersucht sie auch Vietnamesische Gemeinschaften in Tschechien, vor allem das Leben der zweiten Generation und Strategien im Arbeitsleben.

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Unsere nächste Autorin Bình An beschreibt in einem sehr persönlichen Erfahrungsbericht, wie die Migrationsgeschichte ihrer Eltern zu ihrer Lebensgeschichte wurde. Sie erzählt von der Suche nach der eigenen Identität zwischen Erwartungen der eigenen Familie... Sie erzählen vom Schmerz im Kampf um einen Platz für sich selbst.

„Ich habe ein zwiespältiges Verhältnis zu meinem Namen. Er erinnert mich an die Heimat meiner Eltern, die mir fremd ist. Ein Land fernab von meiner Realität, dessen Sprache ich nur in Bruchstücken verstehe und dessen Kultur ich wie ein Außenseiter bestaune. Gleichzeitig grenzt mich mein Name aus in einem Land, welches ich meine Heimat nenne" (Bình An, 2020).

Bình An gehört zur zweiten Generation vietnamesischer Einwanderer. Ihre Eltern kamen 1982 als „Bootsflüchtlinge" nach Deutschland. Geboren und aufgewachsen in München, lebt und arbeitet sie derzeit in Berlin.

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Proud to introduce our first launch guest @phambinho 👋🏻
Cường Phạm is a London-based researcher, community activist, and not very occasional writer. He finds himself trying to constantly negotiate and situate his self in relation to cultural identity, movement, sites of community, music and sound, and geographical spaces. He holds a Master’s in Southeast Asia studies at SOAS, where his thesis explored the Vietnamese diasporic experience through hip-hop. Through his work at the grassroots, he has co-curated ‘Record, Retrieve, Reactivate’ (An Viet Foundation) and ‘Resettled Spaces’ (Lien Viet) which explored the history, memory, and language of the East and South East Asian migration experience. He is currently in the process of setting up an archive of British-Vietnamese documents, photos, and other artefacts relating to the UK-Viet experience. Under the handle phạmbinho 范悲儒, he also hosts a monthly show @nts_radio , an independent online radio platform. In which he, and occasional guests, attempts to musically reframe ‘Asia’ as a contested paradigm. He has also appeared on BBC Asian Network, Netil Radio, Dublab, no10.as, DSTRACKTD, A:\files, and has/had other projects with SOAS, AAA Radio, and East Asian Ticket Club x Royal Court. Cường is also an Associate of the @asia.art.activism collective, in which they have an upcoming exhibition Till-We-Meet-Again-IRL.world from 29 Oct-29 Nov.

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Eine Herausforderung innerhalb vietnamesisch-deutscher Familien ist die Sprachbarriere. Die Geschwister Anh-Thy, Anh-Thu, Thuy-Vi und Quang Minh nähern sich in ihrem Gespräch der Rolle von Sprache im Familienleben. Sie sprechen darüber, wie unterschiedlich Erfahrungen mit Sprachen und damit Prägungen fürs weitere Leben selbst innerhalb einer Familie sein können.

„Für mich war das ein weiterer Punkt, weswegen ich als anders markiert wurde und davon gab es ja eh schon genug. Zum Beispiel hatten die anderen in der Schule meistens sehr früh schon einen Freund, mit dem sie rumgeknutscht haben oder was auch immer oder durften länger weggehen oder waren viel reicher. Wir waren arm und dann musste ich auch noch Vietnamesisch sprechen" (Anh-Thy, Anh-Thu, Thuy-Vi, Quang Minh).

Anh-Thy ist Gynäkologin, reiste nach ihrem Abitur ein halbes Jahr durch Vietnam und machte während ihres Studiums ihr Pflegepraktikum in Saigon und ihr Praktisches Jahr an einem Hanoier Krankenhaus.

Anh-Thu studierte Asienwissenschaften an der Uni Bonn und an der Nationaluniversität Taiwan und arbeitete drei Jahre in Hanoi, bevor sie mit ihrem vietnamesischen Partner ins Ruhrgebiet zog.

Thuy-Vi lebt und arbeitet als Lehrerin für Englisch, Deutsch als Zweitsprache und Musik in Bremen.

Quang Minh reiste nach seinem Abitur nach Südostasien. Er studiert Marketing Management an der Fontys in Venlo.

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